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Mac: Welche Ordner belegen den meisten Speicherplatz?

· 6 Min. Lesezeit

Dein Mac meldet, dass das Volume fast voll ist, und die Speicher-Einstellungen sagen dir, dass „Dokumente“ oder „Systemdaten“ 200 GB belegen. Welchen Ordner du öffnen sollst, erfährst du dort nicht. Um die Ordner zu finden, die wirklich Platz belegen, brauchst du eine Ansicht, die Ordner misst, nicht Kategorien.

Die kurze Antwort: Stelle im Finder ein Fenster auf Listendarstellung, wähle Darstellung › Darstellungsoptionen einblenden, aktiviere Alle Größen berechnen und klicke auf den Spaltenkopf Größe. Im Terminal sortiert du -sh ~/* | sort -h die Ordner deines Benutzerordners nach Größe. Und ein Analyseprogramm für den Speicherplatz wie Space Lens in Folia Files zeichnet einen ganzen Ordner als Blasen: Die größten fallen sofort auf, und ein Klick führt hinein. So funktioniert jede Methode, und wann welche passt.

Warum die Speicher-Einstellungen keine Ordner zeigen

Systemeinstellungen › Allgemein › Speicher teilt dein Volume in Kategorien ein: Programme, Dokumente, Fotos, Mail, iCloud Drive, macOS, Systemdaten und so weiter. Die ⓘ-Tasten öffnen einige davon, und die neben „Dokumente“ listet deine großen Dateien. Für einen schnellen Gewinn ist das praktisch, aber eine Kategorie ist kein Ort: „Dokumente“ kann ein Videoprojekt in „Filme“ sein, ein vergessener Ordner in „Downloads“ und eine virtuelle Maschine irgendwo in deiner Library.

Geht es dir um die Systemdaten, erklären wir in Systemdaten auf dem Mac: was den Speicher belegt, was darin steckt. In diesem Artikel geht es um den Schritt davor oder danach: die schweren Ordner finden, wo auch immer sie liegen.

Methode 1: Ordnergrößen im Finder

Informationen zu einem Ordner

Wähle einen Ordner aus und dann Ablage › Informationen (⌘I). Die Zeile „Größe“ wird nach einem Moment berechnet. Das ist genau, aber du prüfst einen Ordner nach dem anderen – mühsam, wenn du nicht weißt, wo du suchen sollst.

Alle Größen in der Listendarstellung berechnen

Standardmäßig zeigt der Finder bei Ordnern „--“ statt einer Größe. So änderst du das:

  1. Öffne ein Finder-Fenster, zum Beispiel deinen Benutzerordner (⇧⌘H).
  2. Wechsle in die Listendarstellung (⌘2).
  3. Wähle Darstellung › Darstellungsoptionen einblenden (⌘J) und aktiviere Alle Größen berechnen.
  4. Klicke auf den Spaltenkopf Größe, damit die größten Objekte oben stehen.

Öffne dann den größten Ordner und wiederhole das. Die Einstellung gilt für den Ordner des Fensters; klicke im selben Fenster auf Als Standard verwenden, um sie überall zu haben. Bei großen Ordnern dauert es, bis die Größen erscheinen, und die Liste sortiert sich neu, sobald sie eintreffen.

Methode 2: Ordner im Terminal messen

Das Terminal liefert eine genaue Rangliste mit einem einzigen Befehl. So sortierst du die Ordner und Dateien der obersten Ebene deines Benutzerordners:

du -sh ~/* 2>/dev/null | sort -h

Die größten kommen zuletzt. Um in einem Ordner eine Ebene tiefer zu gehen, etwa in deiner Library, die der Finder ausblendet:

du -hd 1 ~/Library 2>/dev/null | sort -h | tail -15

-d 1 beschränkt die Ausgabe auf eine Ebene Unterordner, und tail -15 behält die 15 größten. Zwei Dinge solltest du wissen:

  • 2>/dev/null blendet die Fehler „Operation not permitted“ für Ordner aus, die macOS schützt (Mail, Safari, Daten anderer Apps). Diese Ordner werden dann einfach nicht mitgezählt. Um sie zu messen, gib dem Terminal unter Systemeinstellungen › Datenschutz & Sicherheit den Festplattenvollzugriff.
  • du auf dem ganzen Volume kann Minuten dauern und mischt Systemdateien hinein, die du nicht anfassen solltest. Fang mit deinem Benutzerordner an: Dort liegt meist der Platz, den du freigeben kannst.

Methode 3: alle Ordner auf einen Blick mit Space Lens

Listen und Befehle funktionieren, aber du liest die Größen Zeile für Zeile. Ein Analyseprogramm für den Speicherplatz zeigt stattdessen Proportionen. Space Lens in Folia Files zeichnet den Ordner, in dem du bist, als Blasen: Je größer die Blase, desto mehr Platz belegt sie. Die Ordner werden beim Öffnen gemessen, und dieselben Objekte stehen nach Größe in einer Liste.

Space Lens in Folia Files: In einem Reiseordner belegt ein Unterordner „RAW“ fast den ganzen Platz

In jedem Ordner öffnen

  • Wähle in einem beliebigen Bereich Darstellung › Speicherbelegung (⌘6) oder klicke in der Kopfzeile des Bereichs auf die Taste mit den Blasen. Space Lens misst den Ordner, den dieser Bereich zeigt.
  • Um ein ganzes Volume oder einen nicht geöffneten Ordner zu messen, wähle Werkzeuge › Space Lens…; mit Anderer Ordner wählst du einen anderen.

Hineingehen und zurückkehren

Klicke auf die Blase eines Ordners, um hineinzugehen; der Pfad oben bringt dich auf jede Ebene zurück, und die Pfeile funktionieren wie Zurück und Vorwärts. Ein Doppelklick auf eine leere Stelle geht eine Ebene nach oben. Ein Rechtsklick auf eine Blase bietet Erkunden, Im Bereich zeigen, Im Finder zeigen oder eine Übersicht mit Quick Look, damit du siehst, was eine Datei ist, bevor du etwas entscheidest.

Auswählen, prüfen, dann in den Papierkorb

Klicke auf die Blase einer Datei oder hake Objekte in der Liste an, um sie auszuwählen: Die Leiste unten zählt zusammen, was du gewählt hast. Prüfen und löschen öffnet eine letzte Liste mit allem Ausgewählten und seiner Größe, und In den Papierkorb legen legt es dorthin. Nichts wird direkt gelöscht: Solange du den Papierkorb nicht entleerst, kannst du alles zurücklegen, und ⌘Z macht das Verschieben rückgängig.

Sehen, was seit dem letzten Mal gewachsen ist

Space Lens bewahrt jede Analyse auf (die letzten 12 pro Ordner). Analysierst du einen Ordner erneut, zeigt eine Taste oben, um wie viel er seit einer früheren Analyse gewachsen oder geschrumpft ist; ein Klick darauf öffnet Was sich geändert hat, die Liste der Ordner, die sich am meisten verändert haben. So findest du am schnellsten den Ordner, der dein Volume Woche für Woche füllt.

Ordnergrößen in der normalen Liste

Um Ordner zu vergleichen, musst du die Ansicht nicht wechseln. In Folia Files berechnet die Listendarstellung die Ordnergrößen auf lokalen Volumes standardmäßig (Einstellungen › Bereiche › Ordnergrößen berechnen (lokale Volumes)): Darstellung › Sortieren nach › Größe oder ein Klick auf den Spaltenkopf Größe sortiert die Ordner sofort, in jedem Bereich.

Ein Bereich von Folia Files in der Listendarstellung, die Größe jedes Ordners ist bereits berechnet

Gut zu wissen

  • Cloud-Ordner (iCloud Drive, Dropbox, Google Drive …) werden standardmäßig nicht analysiert, damit Dateien, die nur online liegen, die Zahlen nicht aufblähen. Die Option findest du unter Einstellungen › Allgemein.
  • Ohne Festplattenvollzugriff bleiben die Ordner, die macOS schützt, außen vor – wie bei du.
  • Space Lens gibt es in beiden Versionen, der Version von der Website und der aus dem Mac App Store. In der App-Store-Version beschränkt Apples Sandbox Folia Files auf die Volumes und Ordner, die du ihm geöffnet hast; es fragt, wenn nötig.

Wo die großen Ordner meistens liegen

Sobald du Größen siehst, tauchen auf den meisten Macs dieselben Verdächtigen auf:

  • Downloads: Installationsprogramme, Image-Dateien (.dmg), Archive und Videos, die du nur einmal gebraucht hast.
  • Filme und Bilder: Videoprojekte, Bildschirmaufnahmen, Exporte. Deine Fotos-Mediathek ist ein einziges Paket in „Bilder“; verwalte sie in der App „Fotos“, lösche nie Objekte darin.
  • Library › Application Support und Library › Containers: Daten von Apps, auch von solchen, die du längst gelöscht hast. Wie du eine App mit allem entfernst, was sie zurückgelassen hat, steht in Mac-App vollständig deinstallieren.
  • Library › Developer: Simulatoren und Build-Ordner von Xcode, auf dem Mac eines Entwicklers oft Dutzende Gigabyte.
  • Alte Backups von iPhone und iPad, virtuelle Maschinen und Musikbibliotheken.

Bevor du etwas löschst

Ein großer Ordner ist nicht unbedingt ein unnützer Ordner. Bevor du einen Ordner in den Papierkorb legst, öffne ihn und sieh dir an, was drin ist. Gehört er zu einer App, räume in dieser App auf oder deinstalliere sie sauber. Ist es ein Projekt oder Medien, die du vielleicht wieder brauchst, verschiebe sie lieber auf ein externes Volume. Und lass den Ordner „System“ und die versteckten Ordner im obersten Verzeichnis des Volumes in Ruhe: Darum kümmert sich macOS selbst.

Messen, öffnen, prüfen, dann löschen: Mit einer Ansicht, die Ordner nach Größe zeigt, findest du in Minuten, was deinen Mac füllt – nicht in einem ganzen Nachmittag.